Deutscher Kulturförderpreis: Konzertreihe der Elisabethkirche ist Wettbewerbsprojekt

11.10.2018

Die in der Kasseler Elisabethkirche durchgeführte Konzertreihe „Im Atem der Zeit“ ist Wettbewerbsprojekt des Deutschen Kulturförderpreises 2018.

Bei den Konzerten der Reihe „Im Atem der Zeit“ werden in der Region ansässige Musikerinnen und Musiker bevorzugt. Die Idee der Konzertreihe entstand in Kooperation mit dem Merseburger Verlag und dem Kasseler Kulturforum durch den Umzug der historischen Bosch-Bornefeld-Orgel von der evangelischen Martinskirche in die katholische Elisabethkirche und das damit verbundene Entstehen eines neuen zentral gelegenen Konzertraums. Als Besonderheit der Reihe stehen Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden abseits des Mainstreams unbekannte Werke aus allen Epochen der Musikgeschichte gespielt. Auch finden Konzerte mit Einbettung literarischer Elemente unter Einbeziehung von Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher religiöser Zugehörigkeit ihren Platz. Der große Erfolg der Konzerte macht Musikern und Konzertbesuchern gleichermaßen Mut, sich in der musikalischen Nachbarschaft selbst fördernd einzubringen und auch andernorts vergleichbare Projekte zu starten. 

Der Titel „Im Atem der Zeit“ geht auf die gleichnamige Autobiografie Ernst Kreneks zurück. Gleichzeitig stellt er einen Bezug zu Kassel her, wo Ernst Krenek von 1925 bis 1927 unter Intendant Paul Bekker am Kasseler Theater vis-à-vis der Elisabethkirche tätig war. „Merseburger“ zählt mit 180 Jahren Verlagsgeschichte einer der ältesten europäischen Musikverlage. Er bietet Ihnen eine breite Angebotspalette von Noten aus den Sparten Orgelmusik, Musik für Blechbläser und Posaunenchöre, moderne Streicherliteratur, Liederbücher, Messen, Kantaten und Oratorien. Außerdem hat der Merseburger Verlag ein umfangreiches Angebot an wissenschaftlichen Buchreihen sowie Fachliteratur zum Thema Orgelbaukunde. „Wir freuen uns, dass die gute Konzertkooperation mit der Elisabethkirche auch deutschlandweit so große Wertschätzung findet“, so Renate Matthei, Geschäftsführerin des Merseburger Verlages. 

Pfarrer Peter Bulowski ist stolz auf die Aufnahme in den Wettbewerb: „Nachdem unsere Engagement schon mit dem Sonderpreis des Kasseler Kulturförderpreises ausgezeichnet wurde, ehrt uns jetzt auch die Aufnahme in den Wettbewerb zum Deutschen Kulturförderpreis sehr.“ Beides sei ein Beleg für die gute Arbeit der Kirchengemeinde im Bereich der Kultur. Die Elisabethkirche hat sich in den letzten Namen als Ort für Kunst und Kultur einen Namen gemacht. Kooperationen mit dem Staatstheater Kassel, den Kasseler Musiktagen und der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ gehören dazu, wie die Einbeziehung von Tanz, Musik und Theater. Mehr Infos unter  www.st-elisabeth-kassel.de  und  www.facebook.de/elisabethkirche  sowie  www.merserburger.de

 

Hintergrund: Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. und das Handelsblatt verleihen 2018 zum 13. Mal gemeinsam mit dem ZDF und anderen Partnern den Deutschen Kulturförderpreis. Die Auszeichnung will das vielfältige Kulturengagement von Unternehmen in Deutschland würdigen und einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Eine jährlich wechselnde, hochkarätig besetzte Jury, der renommierte Kulturschaffende, Kulturpolitiker, Medien- und Unternehmensvertreter angehören, beurteilt die eingereichten Kulturförderprojekte. Ausschlaggebend für das Urteil der Jury ist nicht die Höhe des Budgets, das ein Unternehmen in Kunst- und Kulturförderung investiert. Die Projekte werden vielmehr nach Kriterien wie Kreativität des Förderkonzepts, Einbindung ins Unternehmen, Nachhaltigkeit und kulturelle Relevanz bewertet. Die Gewinner des Deutschen Kulturförderpreises 2018 werden bei der festlichen Preisverleihung am 22. November 2018 in Berlin offiziell bekannt gegeben.