Kirchliche Statistik für das Bistum Fulda 2016

21.07.2017

Fulda (bpf). Die kirchliche Statistik für das Bistum Fulda zum 31. Dezember 2016 liegt vor. Demnach zählt die Diözese 392.951 Katholiken (Vorjahr 394.693). Das sind 1.742 Gläubige weniger als 2015. Im Vergleich von 2014 zu 2015 betrug der Rückgang allerdings noch 2534 Gläubige. Zu- und Wegzug von Katholiken sind in der Gesamtzahl nicht erfasst.

Es gab im vergangenen Jahr 2.516 Taufen (2.568), 78 (96) Wiederaufnahmen und 75 (50) Eintritte sowie 4.067 (4257) Bestattungen und 2.329 (2665) Austritte. Im Vergleich zum Vorjahr traten damit 336 Menschen weniger aus der Kirche aus. 2.673 (2762) Kinder gingen zur Erstkommunion, 2.273 (2459) Jugendliche wurden gefirmt; 711 (716) Paare ließen sich trauen. Allerdings waren die Trauungen im Vorjahr mit einem Zuwachs von 26 Eheschließungen überdurchschnittlich stark angestiegen. Der Prozentsatz der Gottesdienstbesucher lag bei 13,5 (14,2) und damit wie in den Vorjahren deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,2 Prozent.

 

Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke bedauerte die Rückgänge, die einerseits eine abnehmende Bindung an die katholische Kirche abbildeten, andererseits aber auch demographisch bedingt seien. Unter anderem sei diese seit Jahren ablesbare Entwicklung Grund für die pastorale Neuausrichtung des Bistums unter dem Begriff „Bistum 2030“. Zu den Schwerpunkten der Neuausrichtung gehöre es, gerade auf kirchlich distanzierte Menschen zuzugehen und deren Vertrauen wiederzugewinnen. Denn nach wie vor hat die Kirche die Botschaft von der Liebe Gottes zu verkünden, die den Menschen gut tut, so der Generalvikar.

 

Im Verhältnis zu den bundesweiten Zahlen liegt die Fuldaer Statistik im Trend. Die Deutsche Bischofskonferenz verzeichnet deutschlandweit im Vergleich zum Jahr 2015 leichte Rückgänge bei den Trauungen mit 43.610 (2015: 44.298) und leichte Zuwächse bei den Taufen mit 171.531 (2015: 167.226). Es gab im Jahr 2016 in der katholischen Kirche Deutschlands insgesamt 162.093 Austritte, während es 2015 noch 181.925 waren. Der bundesweite Prozentsatz der Gottesdienstbesucher lag 2016 bei 10,2 (10,4 im Jahr 2015).