Kunst in der Elisabethkirche 2022 – Ideenpräsentation online

08.03.2021

Wer wird im documenta-Sommer 2022 die Räume der Elisabethkirche in Kassel künstlerisch gestalten? Das erkundet die Vorbereitungsgruppe (docKIK) bei der Ideen-Präsentation am Samstag, 13. März 2021, ab 12 Uhr: fünf Künstler/innen, fünf Ideen, fünf Stunden.

Alle Infos zur Ideen-Präsentation am 13. März inklusive Video-Link und E-Mail-Adresse sind auf www.kunstraumkirche.de zusammengeführt. Dazu gehören auch Informationen zu den ihre Ideen vorstellenden Künstlern/innen.


„Fünf Künstler/innen, fünf Ideen-Welten in fünf Stunden sehen, sich inspirieren lassen und sich eine Meinung bilden – das ist gewiss mit einer Anstrengung verbunden“, sagt Projektleiter Christoph Baumanns, „aber in diesen Corona-Pandemie-Zeiten, in denen Kunst und Kultur manchmal wie weggeschlossen wirken, ist das eine schöne Anstrengung! Alle Neugierigen sind herzlich eingeladen, beim Treffen der Vorbereitungsgruppe docKIK mit den Künstlerinnen und Künstlern per Livestream dabei zu sein!“ Denn eine öffentliche Veranstaltung ist derzeit nicht möglich.


Start: 12 Uhr mittags

Das Bistum Fulda und die Katholische Kirche Kassel haben Aljoscha (Düsseldorf) , Birthe Blauth (München), Kollektiv Sineumbra (Deutschland/Italien) , Michael Sailstorfer (Berlin) und Lisa Stertz (Berlin) eingeladen, eine künstlerische Idee für die Elisabethkirche in Kassel zu entwickeln und sie am 13. März im Kirchenraum vorzustellen. Die Ideen-Präsentation startet um 12 Uhr. Geplant ist, dass die Künstler/innen jeweils zur vollen Stunde beginnen. Die Reihenfolge wird kurzfristig festgelegt.


Beteiligen Sie sich mit Fragen und Meinungen!

Parallel zum Livestream können die Zuschauer/innen per Kommentarfunktion oder per E-Mail an kunstraumkirche@katholische-kirche-kassel.de Fragen stellen und ihre Meinungen kundtun. „Davon werden wir ausgewählte Beiträge während der Ideen-Präsentationen ins Gespräch bringen.“, kündigt Baumanns an.


Raum für Gegenwartskunst

Wie schon zu den documenta-Ausstellungen 11/2002, 12/2007, 13/2012 und 14/2017 wird das Bistum Fulda und die Katholische Kirche Kassel auch den Zeitraum der documenta im Sommer 2022 als Gelegenheit wahrnehmen, in der Elisabethkirche am Friedrichsplatz einen eigenen Raum für Gegenwartskunst zu öffnen. Damit beteiligen sie sich am lokalen wie globalen Ideenaustausch und dem gerade während der documenta inspirierenden öffentlichen Dialog darüber, was Kunst sein und bewirken kann. Voraussichtlich Ende März 2021 wird die Vorbereitungsgruppe „docKIK“ die Entscheidung treffen, welche der fünf Ideen aus ihrer Sicht am überzeugendsten ist, den Raum der Elisabethkirche im Sommer 2022 zu prägen.


Die bisherigen Ausstellungen in der Elisabethkirche: 2002 zeigte Thomas Virnich plastische Arbeiten im Kontext des Passionszyklus von Johann Heinrich Tischbein der Ältere. 2007 war "com//PASSION", Leitbild der Heiligen Elisabeth, Thema der Installation mit Licht/Sonnenlicht, Projektion, Fotografie und Klang von Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher. 2012 prägte Stephan Balkenhol mit seinen Skulpturen und Reliefs den Kirchenraum und löste durch die Skulptur „Mann im Turm“ eine Kontroverse um den anthropozentrischen Charakter der Gegenwartskunst aus.2017 durchmaß Anne Gathmann mit ihrer Installation „Statik der Resonanz“, einem Band aus über viertausend Aluminiumelementen in Form einer Kurve, das ganze Kirchenschiff.


Die dokKIK-Vorbereitungsgruppe:
Stefan Ahr (Pastoralreferent Dekanat Kassel-Hofgeismar)
Dr. Marco Bonacker (Leiter komm. Erwachsenenbildung Bistum Fulda)
Dechant Martin Gies (Dekanat Kassel-Hofgeismar)
Meinrad Ladleif (Architekt, Künstler)
Marcus Leitschuh (Pfarrei St. Elisabeth)
Martin Matl (Diözesanbaumeister)
Rana Matloub, (Künstlerin, Kunstdozentin Uni Erfurt)
Dr. Burghard Preusler (Diözesanbaumeister i.R.)
Birgitta Schwansee (Künstlerin, Kommunikationsdesignerin)
Michaela Tünnemann (KHG Universität Kassel, Kunsthistorikerin)
Als Gästin: Beatrix Ahr (Dipl. theol., Pastoralreferentin, Mentorin Uni Kassel)
Christoph Baumanns (Projektleiter)