„BOB-Dylan-ART-Project“: Bob Dylan auf Mittelhessisch in der Elisabethkirche

25.08.2020

Bob Dylans Lieder mit einfühlsamen Übersetzungen ins Mittelhessische sind am Mittwoch, 26.8.20, 19.30 Uhr in der Elisabethkirche Kassel zu hören. Christine, Jörg und Lutz Götzfried präsentieren die unvergessenen Songs unter dem Titel „BOB-Dylan-ART-Project“ in der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“. „Ein kulturelles Experiment“ nennen es Jörg und Lutz Götzfried, doch das einzige Experiment daran ist es vielleicht, die Zuhörer erst einmal in den Saal zu bekommen. Denn Dylan-Fans sind nicht gerade die Mundartfreaks, und umgekehrt gilt wohl im Schnitt das Gleiche.

 

Wer erst die Beiden auf der Bühne erlebt, muss indessen begeistert sein: zwei nach außen grundverschiedene Brüder, die sich auf der Bühne zu einem höchst bemerkenswerten Team verbinden. Lutz Götzfried der Übersetzer und zugleich Musiker auf zahllosen Instrumenten ist, und Jörg Götzfried als der Sänger und Musiker – gemeinsam bringen sie Mundartfans wie Dylan-Fans zur Begeisterung. Jörg Götzfried, vor Jahren der Gründer der „Dylan Dreams“ und Gitarrist und Sänger im Duo, bringt viel vom klassischen Dylan-Sound auf die Bühne. Lutz Götzfried verblüfft am stärksten, wenn er im breitesten, aber recht gut verständlichen Mittelhessisch und mit sehr viel Ausdrucksstärke die Dylan-Texte rezitiert. Und er rezitiert tatsächlich, intensiv wie auf einer Theaterbühne, einfühlsam und lyrisch. „Wer einmal „Tambourine Man“ oder den Titelsong „Forever Young“ in diesem leicht angehauchten Hessisch übersetzt bekommen hat, wird seine heiß geliebten alten Platten oder seine Dylan-CDs in Zukunft mit einem ganz anderen Gefühl im Bauch hören“, so Sängerin Christine Götzfried, die sich als „Special Guest“ zu den Götzfried-Brüdern gesellt. Um eine Spende wird gebeten.

 

In der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ öffnet die Elisabethkirche Kassel zwischen August und Ende Oktober 2020 zweimal pro Woche ihre Türen für Künstlerinnen und Künstler. Angesichts der Corona-Krise will die katholische Kirche Kulturschaffenden Einnahmen und Auftrittsorte ermöglichen und den Zuschauerinnen und Zuschauern wieder kulturelle Angebote unter Wahrung der Hygienevorgaben im großen Kirchenraum bieten. Die Schirmherrschaft haben Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) und Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda). Unterstützt wird die Reihe vom Kulturamt der Stadt Kassel, dem Land Hessen und der Kasseler Sparkasse.




Foto: Künstlerinnen und Künstler (Foto: privat)   
Foto: Künstlerinnen und Künstler (Foto: privat)