Eisernes Priesterjubiläum

15.07.2020

Kassel (bpf). Sein 65-jähriges Priesterjubiläum kann am 25. Juli OStR i. R. Geistlicher Rat Pfarrer Alois Zimmer (Kassel) begehen. Der Jubilar war im Jahre 1955 durch den späteren Bischof und damaligen Apostolischen Administrator Paulus Rusch in Innsbruck zum Priester geweiht worden.


Geboren am 26. November 1921 in Schoden bei Trier, legte Zimmer im Oktober 1940 am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier sein Abitur ab. Während seiner über vierjährigen Kriegsteilnahme wurde er mehrmals verwundet. Ab Oktober 1949 studierte er in München, Innsbruck und Marburg die Fächer Philosophie, Theologie, Latein und Politik. Nach seiner Priesterweihe war er zunächst in Münster, Hannover und Frankfurt seelsorglich tätig. 1962 kam er nach Kassel und unterrichtete bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1984 an mehreren Gymnasien. Als Oberstudienrat war er seit 1970 mit der Ausbildung von Studienreferendaren für das Fach katholische Religion beauftragt. Daneben war er wesentlich an der Erarbeitung der hessischen Rahmenrichtlinien für katholische Religionslehre beteiligt. Pfarrer Zimmer gründete und leitete viele Jahre eine religionspädagogische Arbeitsgemeinschaft und war im Namen des Bistums Fulda für die Schulämter und den Kasseler Regierungspräsidenten Ansprechpartner in schulischen Konfliktfällen. Im Oktober 1984 wurde Pfarrer Zimmer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Neben seiner schulischen Arbeit setzte er sich vielfältig in ökumenischen wie jüdisch-christlichen Gesprächen ein. Anlässlich der Kasseler Documenta-Veranstaltungen engagierte er sich intensiv in einer Arbeitsgruppe, die jeweils ein katholisches Begleitprogramm in der Elisabethkirche Kassels durchführte. Dabei suchte er ebenso intensiv den Kontakt zu den Künstlern wie zu den Besuchern, z. B. durch Predigten in den Kasseler Kirchengemeinden. „Tiere – Dämonen - Teufel“ hieß zudem eine Wanderausstellung, die er 2006 mitgestaltete. Im März 2005 ernannte ihn Bischof Heinz Josef Algermissen zum Geistlichen Rat.