„Kirche am Platz“ - erstmals wieder unterwegs in Corona-Zeiten

11.05.2020

Für Diakon Dietrich Fröba ist es ein Wagnis, jetzt wieder mit dem Fahrrad herauszugehen und Kontakt mit den Menschen auf der Straße zu suchen. Um nicht die Abstandsregeln zu brechen, konzentriert er sich ganz aufs Verteilen der Kekse. Ganz langsam schiebt er das Lastenrad durch die Fußgängerzone. Passanten wenden sich zu und zeigen vorsichtig Interesse. Manche fragen auch direkt. Fröba lädt sie ein, sich einfach den Keks von der großen Ladefläche zu nehmen. „Ihnen einen gesegneten Sonntag“, ruft er ihnen zu. Eine Frau fragt ihn: „Sie Sie von den Zeugen?“ Nein, katholisch - die Menschen sind überrascht. Einige junge Leute rufen hinterher: „eine schöne Aktion!“ Darum geht es jetzt: Zeichen geben, ohne Worte machen zu müssen. Denn kaum einer will auf der Straße angequatscht werden.