Öffnung der Gottesdienste im Kontext der Corona-Krise

28.04.2020

Ab 1. Mai werden Lockerungen für den Besuch von Gottesdiensten gewährleistet. Schon bald ist es möglich Gottesdienste zu feiern, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen. Lesen Sie hier den Pressetext des Bistums.

Fulda (bpf). Die hessische Landesregierung hat die Lockerung der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus ab 1. Mai in Aussicht gestellt, um das religiöse Leben, insbesondere die Feier von Gemeindegottesdiensten, in den Kirchen wieder schrittweise zu ermöglichen. Dies wird in naher Zukunft unter Auflagen und einer zahlenmäßigen Begrenzung möglich sein. Dazu müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen im Bereich der Hygiene eingehalten werden, um die Corona-Pandemie weiterhin einzudämmen. Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber begrüßt die in Aussicht gestellten Lockerungen. „Für viele Gläubige war es eine sehr schmerzvolle Erfahrung, über Wochen und insbesondere über die Ostertage nicht an den Gottesdiensten in den Kirchen teilnehmen zu können. Gleichwohl ist die künftige Regelung, insbesondere die notwendige zahlenmäßige Begrenzung der Mitfeiernden, mit neuen Herausforderungen verbunden. Gerade die Verantwortlichen vor Ort werden bei der Umsetzung mit vielen Fragestellungen konfrontiert werden. Dabei geht es nicht nur um praktische Regelungen. Wesentlich ist die Frage, wie können wir Gottesdienste feiern in einer Haltung der Solidarität zwischen jenen, die jetzt wieder in die Kirchen kommen, und denjenigen, die das nicht können? Dies muss gut vorbereitet sein.“ So muss ein Schutzkonzept entwickelt werden, dass für die jeweilige Situation vor Ort adaptiert werden kann. Daher hat der Bischof eine Arbeitsgruppe mit der Erstellung genauer Regelungen für die Öffnung der Gemeindegottesdienste beauftragt. Angesichts der knappen Zeit auch wegen des Maifeiertages und der aufwendigen Vorbereitung ist eine Umsetzung vor Montag, 4. Mai, nicht realisierbar. Im Hinblick auf Gottesdienste im Freien und Prozessionen werden zu gegebener Zeit ebenfalls Maßnahmen bekanntgemacht, wobei davon auszugehen ist, dass Prozessionen in der üblichen Form bis auf Weiteres nicht stattfinden können. „Mir ist es wichtig, in diesem Zusammenhang die vielen kreativen Initiativen zu würdigen, die sich in dieser für uns alle schwierigen Zeit gebildet haben, um das Glaubensleben aktiv zu gestalten – seien es gestreamte Gottesdienste, Feiern in Hausgemeinschaften, konkret gelebte Nachbarschaftshilfe und weitere Zeichen der Solidarität“, unterstreicht Bischof Gerber. So wird auch das Streamingangebot der Sonntagsmesse mit dem Bischof aus der Michaelskirche vorerst weitergeführt.