Bruder Paulus Terwitte: Wozu der christliche Glaube begeistert

22.10.2018

Deutschlands bekanntester Kapuzinermönch kommt nach Kassel. Bruder Paulus Terwitte spricht am 6. November 2018 um 19.30 Uhr in der Elisabethkirche am Friedrichsplatz. Der Titel des Vortrages lautet: Wozu der christliche Glaube begeistert.

Bruder Paulus geht in gewohnt packender Art dem Christentum an die Wurzel und legt die glücklichen Perspektiven frei. Ganz im Sinne von Papst Franziskus geht es ihm auch um Einfachheit und Barmherzigkeit. Der Titel seines Vortrages: „Wozu der christliche Glaube begeistert.“

Angesichts von mehr Menschen mit anderer Religionszugehörigkeit in Deutschland sind die Christgläubigen neu gefragt: Was glaubt ihr eigentlich? Wer ist dieser Jesus? Und auch: Warum seid ihr so anders? – Ob wir so anders sind, stellen wir oft selbstkritisch in Frage. Es bleibt aber der Auftrag, den eigenen Glauben wieder deutlicher in den Blick zu nehmen und unter dem, was „man“ gewohnt ist, das Feuer zu entdecken, dass Gott in Jesus Christus unauslöschlich auf die Erde geworfen hat.
Bruder Paulus Terwitte ist Priester an der Liebfrauenkirche in Frankfurt, Seelsorger, Streetworker, Journalist, Autor, Referent, Moderator, häufiger Gast in Gesprächsrunden und Fernsehsendungen. Und jetzt ist er in Kassel zu hören und zu sehen.

 

Drei Fragen an Bruder Paulus Terwitte

Bruder Paulus, was finden Sie so faszinierend am Christentum? 


Es werden von Menschen aufgerichtete Grenzen gesprengt. Einssein in dem Gottmenschen Jesus: Ein Modell, dass verkrustete Strukturen aufbricht und eine neue Heimat anbietet. Seitdem ich Christ bin, weiß ich, dass alles nur vorläufig ist, vom Beruf über die Familie bis hin zu Gesellschaft und Kirche. 

Sie sind als fröhlicher Medienmöch bekannt. Bleibt ihnen angesichts der Missbrauchsfälle nicht das Lachen im Halse stecken? 


Zuerst ja. Ich bin immer neu geschockt, was geschehen ist. Und wie die Bistümer damit umgegangen sind. Gut, dass einige Bischöfe jetzt vorangehen. Was meine Freude angeht: Gut, dass die nicht von dieser Welt ist. Ich spüre deutlich: Gott will uns zum Guten drängen. Immer neu. Trotz allem. 

Hat Christsein denn heute noch eine Chance? 


Darüber will ich bei meinem Vortrag sprechen. Ich möchte die Quellen freilegen für ein Christsein, dass nicht ängstlich bewahren will. Gott hat Unsterbliches in uns hineingelegt: Glaube, Hoffnung und Liebe, und sogar die ursprünglichsten Humanisten: Jesus. Ich will im Vortag zeigen, wie ich ihn täglich in mir auferstehen lasse. 

Musikalische Akzente setzt Regionalkantor Thomas Pieper mit Improvisationen an der Bosch-Bornefeld- Orgel. 


Der Eintritt ist frei. 


Veranstalter ist die Kirchengemeinde Sankt Elisabeth Kassel und der Kolpingwerk Diözesanverband Fulda mit der Kolpingsfamilie Kassel-Zentral im Bezirsksverband Nordhessen. 


Mehr Infos gibt es unter folgenden Links.


 

Zur Person:

1978 trat Bruder Paulus Terwitte in den Kapuzinerorden ein. 1998 sandte ihn der Orden als Guardian in das Kapuzinerkloster Liebfrauen in Frankfurt am Main. Seit März 2013 ist Br. Paulus Vorstand der Franziskustreff-Stiftung, die günstige Mahlzeiten für Obdachlose anbietet. 2017 erhielt er die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main verliehen. In den digitalen Medien trat Paulus Terwitte zuerst mit einem täglichen Newsletter zur Schlagzeile der Bildzeitung hervor, den er von 2000 bis 2005 am frühen Morgen per E-Mail versandte. Darin stellte er den banalen Aussagen der Boulevardzeitung jeweils ein Bibelwort gegenüber. Im Jahr 2004 produzierte das ZDF unter dem Titel „Die Manager Gottes“ eine Reportage unter anderem einen Beitrag über das Leben von Paulus Terwitte als Großstadtseelsorger. In den Diskussionsrunden der Talkshows von Anne Will, Maybrit Illner, Stadtgespräch, Quergefragt, hart aber fair und west.art trat er als Gesprächspartner bei den Themen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Religion auf. Von 2002 bis 2014 beantwortete Bruder Paulus Fragen zu aktuellen Themen in der Radiosendung auf HR4 „Radioladen“, einer Schwerpunktstunde zu Glauben und Leben. Von 2002 bis 2010 diskutierte er in seiner eigenen Talksendung in der Reihe N24 Ethik „Um Gottes Willen“. Von Januar 2011 bis Juni 2016 war seine Sendung „So gesehen – Talk am Sonntag“ jeden zweiten Sonntag auf SAT.1 zu sehen.