Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Arbeit

28.04.2017

Unter dem Motto "Wir sind viele. Wir sind Eins." laden die Evangleische und die Katholische Kirche gemeinsmam mit den kirchelichen Verbänden Kolping und KAB sowie einigen Gwerkschaften zu einem ökumenischen Gottesdienst am 1. Mai ein.

„Wir sind viele. Wir sind Eins.“ so lautet das diesjährige Mai-Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes, das wir in unserem ökumenischen Gottesdienst  als Auftakt zum 1. Mai 2017 aufgreifen und aus

christlich-ethischer Sicht beleuchten wollen.

Das Thema zielt auf das Grundverständnis des Zusammenlebens in der Gesellschaft und in unserer Stadt ab: Wie schätzen wir die Vielfältigkeit der Menschen und ihre unterschiedlichen Prägungen? Wie halten wir auch das Beschwerliche der Verschiedenheit aus? Was spaltet die Gesellschaft? Woraus besteht unser Zusammenhalt?  Ein gutes Zusammenleben ist keine Selbstverständlichkeit. Immer ist es Bedrohungen ausgesetzt. Immer muss es gestaltet werden.

So haben die Nöte unserer Nächsten unmittelbare und mittelbare Auswirkungen auf die ganze Gesellschaft. Das gilt im Kleinen wie im Großen, vor unserer Haustür, in der Stadt, in  unserm Land, im globalen Kontext. Wenn Menschen aus ihrer Heimat zu uns fliehen müssen, hat das Auswirkungen in den aufnehmenden Ländern. Wenn Menschen in unserer Gesellschaft benachteiligt werden, hat das ebenfalls Auswirkungen auf das gesamte Gefüge. Z u unserem eigenen gelingenden Leben trägt also auch das gelingende Leben unseres Nächsten bei. Soziale Gerechtigkeit und Frieden sind deshalb wesentliche Bedingungen für ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben.

 

Kann der Bibeltext „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit“ uns eine Orientierung sein, angesichts unserer Gesellschaft, die zum einen stark geprägt ist von Ängsten, Zuschreibungen, Sozialneid und Ausgrenzungen; und in der zum anderen Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft mannigfaltig geleistet werden, ohne die gebührende Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu bekommen?

Am traditionellen kirchlichen Auftakt zum Tag der Arbeit wird Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel, sich in seiner Ansprache diesem wichtigen Thema zuwenden.
Musikalisch wird der Gottesdienst von Regionalkantor Thomas Pieper an der Orgel begleitet.

Der Demonstrationszug mit Kundgebung zu den traditionellen Maifeierlichkeiten des DGB kann im Anschluss an den Gottesdienst erreicht werden.

Hintergrund

Seit 1995 leisten die beiden Kirchen in Kassel einen nachdenklichen Impuls zum Tag der Arbeit . Bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beleuchten im Gottesdienst sozialethisch aktuelle Themen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitswelt.
Der Gottesdienst wird in diesem Jahr ausgerichtet vom Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Katholischen Kirche in Kassel, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, der Kolpingsfamilie Kassel-Zentral, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Industriegewerkschaft Metall Nordhessen und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di Nordhessen.