Bildergalerien

Kassels Oberbürgermeister predigte am 1. Mai „Demokratie nicht im Schaukelstuhl verteidigen“

Kassel (mcl). Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) hat beim traditionellen kirchlichen Auftakt zum „Tag der Arbeit“ in der Kasseler Elisabethkirche gepredigt. Er mahnte, dass es nicht „Wutbürger aus Prinzip sondern Mutbürger aus Überzeugung brauche“, die die Stadt mitgestalten. „Demokratie kann man nicht im Schaukelstuhl verteidigen“, so der Oberbürgermeister, der nach 12 Jahren im Juni aus dem Amt ausscheidet. Es lohne sich für den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu arbeiten und zu streiten. „Gemeinschaft gelingt nur, wenn es gerecht zu geht“, sagte das Kasseler Stadtoberhaupt in seiner Predigt. Deshalb sei Sozialpolitik ein „Kernstück kommunalpolitischen Handelns“ und „mehr als die Armenspeisung früherer Zeiten“. Für das Dekanat Kassel-Hofgeismar betonte Pastoralreferent Stefan Ahr, dass die Stadt die Themen unserer Zeit nicht alleine lösen könne „und Gott will es nicht alleine“.

 

Seit 1995 bieten die beiden Kirchen in Kassel einen ökumenischen Gottesdienst am 1. Mai an. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beleuchten im Gottesdienst sozialethisch aktuelle Themen zu Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitswelt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Katholischen Kirche in Kassel, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und der Kolpingsfamilie Kassel-Zentral sowie in diesem Jahr dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Industriegewerkschaft Metall Nordhessen und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di Nordhessen. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Regionalkantor Thomas Pieper an der Bosch-Bornefeld-Orgel begleitet.

 

Fotos (Marcus Leitschuh)